{"id":10186,"date":"2018-08-30T16:54:58","date_gmt":"2018-08-30T14:54:58","guid":{"rendered":"http:\/\/kassel-spielt.de\/press\/?p=10186"},"modified":"2018-09-22T20:27:19","modified_gmt":"2018-09-22T18:27:19","slug":"menara","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kassel-spielt.de\/press\/menara\/","title":{"rendered":"Menara"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kassel-spielt.de\/press\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Menara-Bild-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10189\" src=\"http:\/\/kassel-spielt.de\/press\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Menara-Bild-1-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kassel-spielt.de\/press\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Menara-Bild-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/kassel-spielt.de\/press\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Menara-Bild-1-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/kassel-spielt.de\/press\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Menara-Bild.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10188\" src=\"http:\/\/kassel-spielt.de\/press\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Menara-Bild-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\"><\/a>Rezension von Martin Ebel&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">4.7.2018<\/p>\n<p><strong>Menara<\/strong><br \/>\n<strong>eine Tempelrekonstruktion im Dschungel Malaysias<\/strong><\/p>\n<p>ab 8 Jahren; 1 &#8211; 4 Spieler; bis 45 min.<\/p>\n<p>Verlag: Zoch-Spiele; Autor: Oliver Richberg; Gestaltung : S\u00e8bastien Caiveau<\/p>\n<p>Schon beim Auspacken fallen mir die ausgefallenen Formen der Plattformen im Dschungeldesign auf. Die Holzs\u00e4ulen wirken dagegen grazil und n\u00fcchtern. Wer sich an Villa Palletti erinnert f\u00fchlt, liegt nur zu 50% richtig.<\/p>\n<p>Denn &#8222;Menara&#8220; (malaiisch f\u00fcr &#8222;Turm&#8220;) ist ein <u>kooperatives Spiel<\/u> mit ganz anderen Siegbedingungen.<br \/>\nF\u00e4llt das entstehende Gebilde in sich zusammen, haben alle verloren; es sei denn, es bleiben noch gen\u00fcgend Plattform-Etagen f\u00fcr den Sieg bestehen. Gebaut wird n\u00e4mlich ein Gebilde, da\u00df auch aus mehreren T\u00fcrmen bestehen kann, die sich gegenseitig st\u00fctzen durch br\u00fcckenartig verbaute Plattformen.<br \/>\nIst das Bauwerk am Ende erstellt, ergibt sich ein fantastisches, scheinbar schwebendes Gebilde, da\u00df bei unseren bisherigen Runden h\u00e4ufig fotografiert wurde, weil die Spieler stolz auf das fragile Bauwerk waren wie auf eine geschaffene Skulptur.<\/p>\n<p><strong><u>Vorbereitung:<\/u><\/strong><\/p>\n<p>18 kleinere und gr\u00f6\u00dfere Plattformen werden zuf\u00e4llig als Stapel geschichtet. die obersten 3 Formen werden als Basis so aneinander gelegt, da\u00df sich jedes Teil mit den 2 anderen ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Jeder Spieler zieht aus dem Sack S\u00e4ulen. Die Anzahl wird durch die Anzahl der Spieler und dem gemeinsam gew\u00e4hlten Schwierigkeitsgrad bestimmt. Au\u00dferdem werden in eine Halterung (das &#8222;Camp&#8220;) 6 S\u00e4ulen gesetzt.<\/p>\n<p>Dann w\u00e4hlen die Spieler noch gemeinsam den Schwierigkeitsgrad f\u00fcr den Turmbau aus (3; 4; oder 5 Etagen mind.) und legen entsprechend viele Etagenkarten aus.<\/p>\n<p>3 ( auf der R\u00fcckseite farblich gekennzeichnete) Bauplankartenstapel werden verdeckt ausgelegt. Sie stellen drei Schwierigkeitsgrade dar.<\/p>\n<p><strong><u>Wie gespielt wird:<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Der folgende Spielablauf ist in 4 Schritten f\u00fcr den jeweiligen Spieler klar gegliedert:<\/p>\n<p>1.&nbsp;&nbsp; S\u00e4ulen k\u00f6nnen mit dem Vorrat im Camp getauscht werden.<br \/>\n2.&nbsp;&nbsp; Die oberste Karte von einem der 3 Bauplan-Kartenstapel wird aufgedeckt.<br \/>\n3.&nbsp;&nbsp; Die Bauplan-Anweisung wird ausgef\u00fchrt.<br \/>\n4.&nbsp;&nbsp; Der eigene S\u00e4ulenvorrat wird durch Nachziehen aufgef\u00fcllt.<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp; Was sich so einfach und klar anh\u00f6rt, beinhaltet aber viele versteckte Probleme, die von der Spielergruppe diskutiert werden sollte, um nicht zu scheitern.<\/p>\n<p>Nimmt man z.B. nur die leichten Bauplan-Aufgaben, kann man sp\u00e4ter nur noch die schwereren ausf\u00fchren. Denn die <u>Endbedingung des Spiels<\/u> hei\u00dft nicht nur Erreichen der der <u>vorgegebenen Plattform-Etagenh\u00f6he<\/u>, sondern auch, da\u00df entweder <u>alle Bauplankarten benutzt<\/u> wurden <u>oder alle Plattformen<\/u> verbaut oder keine S\u00e4ulen mehr aus dem Sack gezogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp; Wenn dabei jemand auf die Idee kommt, mit einer Plattform die Basis zu vergr\u00f6\u00dfern, erh\u00f6ht er damit die vorgeschriebene Etagenh\u00f6he um +1.<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp; Kann eine Bauplankarte nicht ausgef\u00fchrt werden, erh\u00f6ht sie als ausgelegte Etagenkarte die Etagenvorgabe.<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Etagenvorgabe kann also w\u00e4hrend des Spiels noch erheblich wachsen.<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp; Glaubt ein Spieler, eine von den schwierigen Bauplankarten erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen und so viele seiner S\u00e4ulen auf den vorgeschriebenen Pl\u00e4tzen auf den Plattformen unterbringen zu k\u00f6nnen, so sollte er nicht au\u00dfer Acht lassen, da\u00df auch der nachfolgende Spieler eine Chance haben muss, seine Bauplankarte erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Sonst steigt die Anzahl der Soll-Etagenh\u00f6he und damit die Gefahr des Einsturzes.<br \/>\nAuf manchen Plattformen sind die Markierungen f\u00fcr die S\u00e4ulen so gesetzt, da\u00df man beim Erhalt des Gleichgewichtes 2 S\u00e4ulen der richtigen Farbe gleichzeitig setzen muss.<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp; In der <u>leichten Bauplan Kategorie<\/u> ist das Setzen von 1 und 2 S\u00e4ulen am h\u00e4ufigsten zu finden. In der <u>mittleren Kategorie<\/u> sind 3 S\u00e4ulen am h\u00e4ufigsten und es kommen Sonderkarten vor&nbsp; ( z.B. eine Plattform vollst\u00e4ndig mit S\u00e4ulen f\u00fcllen; oder S\u00e4ulen von der Basis nach oben setzen). In der <u>schwersten Kategorie<\/u> k\u00f6nne 4 S\u00e4ulen gesetzt werden und es kommen zahlreiche schwierige Sonderaufgaben dazu.<br \/>\nWer da nicht die M\u00f6glichkeiten seiner Mitspieler und die Farben derer S\u00e4ulen im Auge hat, sorgt schnell f\u00fcr das kollektive Scheitern.<\/p>\n<p>Ohne da\u00df es in der Spielregel erw\u00e4hnt wird, muss auch die individuelle Geschicklichkeit des einzelnen Spielers mit ins Kalk\u00fcl gezogen werden.<\/p>\n<p><strong><u>Fazit:<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Auch wer &#8222;Villa Paletti&#8220; schon kennt, sollte unbedingt &#8222;Menara&#8220; spielen. Es ist ein <u>eigenst\u00e4ndiges Spielprinzip<\/u> mit einem g\u00e4nzlich anderen<u> Spielgef\u00fchl.&nbsp;<\/u>Ist es bei &#8222;Villa Paletti&#8220; die Schadenfreude, wenn der Turm zusammenf\u00e4llt, ist es bei Menara das Herausfinden der optimalen Arbeitsweise, die am guten Ende im Stolz der Gruppe gipfelt, solch ein sch\u00f6nes Gebilde geschaffen zu haben. Das wiegt die Tatsache, da\u00df es keinen Einzelsieger gibt, voll auf!&nbsp;\u00dcbrigens ist dieses Spiel sehr gut als <u>Solospiel<\/u> zu spielen. Dann mu\u00df man sich aber das Scheitern auch selbst zuschreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von Martin Ebel&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 4.7.2018 Menara eine Tempelrekonstruktion im Dschungel Malaysias ab 8 Jahren; 1 &#8211; 4 Spieler; bis 45 min. Verlag: Zoch-Spiele; Autor: Oliver Richberg; Gestaltung : S\u00e8bastien Caiveau Schon beim Auspacken fallen mir die ausgefallenen Formen der Plattformen im Dschungeldesign auf. Die Holzs\u00e4ulen wirken dagegen grazil und n\u00fcchtern. 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