Familienspieletag 2008

Kaum ist unser Tag der offenen Tür rum (wir haben bis 22.30 gespielt!) gibt es schon die nächste große Veranstaltung:

Familienspiele-Tag
Sonntag 5. Oktober, 10-17.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses

Den ganzen Tag können nach Herzenslust Spiele ausprobiert werden.

Um 14 Uhr gibt es ein Zug-um-Zug-Turnier (einfaches, nettes Kartenspiel). Mitmachen und Sachpreis gewinnen!

Für das leibliche Wohl sorgt ein Kuchenbuffet – zur Verfügung gestellt vom Verein Kassel spielt e.V.   🙂

(Unsere Spendenkasse freut sich über Spenden.)

Bringt Eure Freunde und Bekannte mit und spielt ganz viel!!!

Und wer am Sonntag keine Zeit hat zu kommen oder öfter spielen will: am 12. Oktober bieten wir ab 15.00 einen Familienspiele-Nachmittag an, der sich je nach Interesse zu einem regelmäßigen Spieletreff entwickeln soll!

Der Familienspiele-Tag wird zusammen mit der Stadtbücherei und der AWO veranstaltet

Sieben Siegel

Die 7 Siegel

Spieleranzahl: 3-5
Dauer: ca. 30 Min.
Kurzbeschreibung: superschönes Stich- und Ärgerspiel auch für Anti-Doko-Leute … 🙂
Neu aufgelegt unter dem Namen „Wizard extreme“
Spielekritik:
Bei dem Kartenspiel „Die sieben Siegel“ muss man sich VOR dem Stichspiel sogenannte „Siegel“ (Plättchen die in der Mitte liegen) in den Farben nehmen, in denen man einen Stich zu machen hofft/glaubt. Stiche-Ansagen kennen wir ja vielleicht schon von „Wizard“. Aber was soll das mit den Siegeln???Wie bei allen Stichspielen spielt jede(r) eine Karte, die höchste Karte gewinnt den Stich, die Farbe muss „Bedient“ werden, d.h. wenn einer eine grüne Karte legt, muss jeder eine grüne Karte dazulegen. Wer den Stich bekommt, muss ein passendes, d.h. im Beispiel grünes Siegel angeben.Rot ist Trumpf. Kann man die Farbe nicht bedienen, kann also was anderes abwerfen oder mit einer roten Karte stechen. Wenn man z.B. Gelb sticht, kann man sich aussuchen, ob man ein rotes oder ein gelbes Siegel abgibt.

Bekommt man einen Stich, hat aber gar kein farblich passendes Siegel zum Angeben, muss man sich ein schwarzes Strafsiegel nehmen.

Am Ende des Spiels zählt jedes nicht-abgegebene bunte Siegel zwei und die schwarzen je drei Minuspunkte. Das heißt, das bestmögliche Ergebnis ist Null …

In der Regel verteilt man aber gerne Minuspunkte an andere, in dem man jemanden „spontan“ 🙂 einen grünen Stich überlässt, obwohl der doch gar kein grünes Siegel hat (oooh … :mitleid:). Dafür sticht man ihm dann das Blau weg, obwohl er doch noch ein blaues SIegel loswerden wollte … (tut mir ja soooo leid …).

Man sollte sich zu Beginn des Spiels also genau überlegen, wieviele bunte Siegel man sich so nimmt, denn die MItspieler werden vermutlich nicht so freundlich sein, einem immer genau die Stiche zu überlassen, die man auch haben wollte …
Der Saboteur:
Statt den Siegeln kann zu Beginn auch eine(r) den „Saboteur“ nehmen. Nun kann ich nach Herzenslust den anderen Spieler(innen) die geplanten Stiche kaputt machen. Denn ich brauche als Saboteur keine Siegel abzugeben …

Besonders fies (oder gut) ist es z.B. den Saboteur zu wählen, wenn man viel Trumpf und wenig verschiedene Farben hat. Da kann man schön den anderen einen Strich durch die Rechung machen

… oder wenn die anderen nur wenig Stiche ansagen und man selbst nur noch drauf zu spielen braucht, keinen zu machen …
Dann kriegen ja die anderen in jedem Fall schwarze Strafsiegel, wenn der Saboteur sich zurückhält mit dem Stiche-Machen …

Zusammenfassende Bewertung:

Ein sehr gutes Kartenspiel für Leute die Doppelkopf oder Wizard mögen und selbst meine Anti-Doko-Freunde spielen es gerne … also eigentlich mag es (fast) jeder …   🙂

Spielekritik von:  Anja

Wat’n dat?

Wat’n dat?

Spieleranzahl: 3-8
Dauer: 20-45 Min.
Kurzbeschreibung: Fantasie+Raten

Hinweis: Das Spiel gibt es nicht mehr im Handel. Aber vielleicht habt ihr ja auf Flohmärkten oder Internetauktionen Glück!
Es lohnt sich!!!

Watndat-Bild
pielekritik:
Schon wieder ein Ratespiel? Und, wie denn diesmal – sollen die Begriffe mit Worten erklärt werden oder doch gezeichnet oder pantomimisch dargestellt werden? Da gibt es ja schon zahllose Spiele, wo ein Spieler seiner Gruppe oder den anderen Mitspielern Begriffe irgendwie erklären muss.Zwei Dinge sind bei Wat’n dat aber anders und werfen ein paar lustige Probleme auf:

 

  1. Es stehen zur Darstellung der Begriffe 10 lange und 6 kurze (aber gleich dicke!) Holzstäbe sowie 2 große und 2 kleine Glassteine zur Verfügung. Und da wäre dann schon das erste Problem: ist das aus den Stäben Gelegte jetzt wirklich achteckig oder soll es einen Kreis darstellen, der nur mangels Rundungen so eckig aussieht? Und der Glasstein im Holzstäbchenquadrat kann sowohl eine Waschmaschine als auch ein Klingelknopf sein. Fazit: sowohl Größenverhältnisse als auch Rundungen stellen einen vor Darstellungsprobleme. Kleinere Details mit den großen Stäben und Glassteinen darzustellen, das verwirrt nur die Mitspieler und es gibt keine Punkte. Aber zunächst zum anderen Problem:
  2. Zu allem Überfluss legt nicht ein Spieler den Begriff. Die zweite Schwierigkeit bei Wat’n dat besteht darin, daß immer zwei Spieler den restlichen Spielern den Begriff legen. Und sich dabei nicht absprechen dürfen! Jeder der beiden hat die Hälfte der Stäbchen und Glassteine zur Verfügung. Abwechselnd muß jeder ein Stäbchen oder Stein legen.

Und genau da liegt das Problem:
Wie häufig fängt ein Spieler des Legeteams gutgelaunt mit einem großen Holzstäbchen an, den Mast für die Seilbahn zu legen, bis der andere unverständlicherweise sein Holzstäbchen so legt, daß nun niemals mehr ein Mast daraus werden kann. Etwas verzweifelt versucht der erste noch so gut es geht einen Mast entstehen zu lassen, nicht begreifend, das der andere zunächst den Lift an sich darstellen wollte. Der andere fragt nur noch: Wat’n dat? weil er sich den Lift anders vorgestellt hat und nun gar nichts mehr versteht. Die ratenden Mitspieler sind etwas ratlos, aber meist kommt doch noch irgend jemand auf die Idee, wie man das Wirrwarr aus Stäbchen und Glassteinen deuten könnte.
Wenn das passiert, bekommt der Spieler, der den Begriff erraten hat und die beiden, die sich beim Legen des Begriffs soviel Mühe gegeben haben, einen Chip.

Natürlich gibt es auch eine Sanduhr, die dem Erraten des Kunstwerks nach einer Minute ein Ende macht. Und nun bleibt nur noch eines zu erwähnen: Gewonnen hat schließlich am Ende des Spiels … gut geraten: der mit den meisten Chips.

Zusammenfassende Bewertung:

Ein lustiges Ratespiel, von dem man gerne auch noch einen weiteren Durchgang spielt. Wer gerne Begriffe legt und rät, wird sicher viel Spaß haben. Die Spielidee ist gut. Für begeisterte Spieler sind die 206 Karten mit Begriffen vielleicht etwas wenig.

Spielekritik von:  Anja

Deutsche Brettspielmeisterschaft 2008

Die deutsche Brettspielmeisterschaft in Herne ist vorbei und die „Himmelsstürmer“ sind erschöpft zurück. Heiß wurde uns nicht nur aufgrund des sommerlichen Wetters, sondern auch wegen der spannenden Wettbewerbsatmosphäre. 36 Mannschaften aus ganz Deutschland kämpften um den Titel, je länger der Tag dauerte, desto verbissener. Zuerst mussten wir uns bei „Metropolys“ beweisen, einem Taktispiel für Hochhausarchitekten. Danach spielten wir bei „Horus“ um den größten Einfluss am Nil, nur um kurz darauf schon Schwerter in „Toledo“ zu schmieden. Als letztes durften wir im „Stone Age“ wie unsere Vorfahren auf die Jagd gehen oder unsere Zivilisation weiterentwickeln.

Zwischendurch gab es eine gute Verpflegung durch die Wettbewerbsmacher in Herne. Leider reichte es in diesem Jahr nicht für den Titel, doch das erhöht nur den Ansporn, den Pokal nächstes Jahr nach Kassel zu holen.

Endlich ein eingetragener Verein

Endlich ist es geschafft, unser Ziel verwirklicht, wir sind e. V.!

Seit Anfang des Jahres gibt es auch einen neuen Vorstand, der unter dem Motto steht: Frauen an die Macht. Das sind die 1. Vorsitzende Anja Mann, die 2. Vorsitzende Tina Hobein, die Kassenwächterin Urte Hilscher und die Schriftführerin Anke Fleckenstein. Martin Ebel steht uns auch weiterhin mit all seiner Erfahrung beratend zur Seite.

Nachdem das Doppelkopfturnier am 5. 4. 2008 ein voller Erfolg war, hoffen wir jetzt, dass auch das „Einfach Genial“ Turnier am 26. 4. 2008 im Stadtteiltreff Mombach eine ähnliche Resonanz findet. Mehr Infos zum „Einfach Genial Turnier“ findet Ihr unter Termine also einfach mal reinschauen.

Zudem drücken wir unserer Kassler Mannschaft „Himmelsstürmer“ bei der Brettspielmeisterschaft am 9. 5. 2008 in Herne die Daumen. Langfristig planen wir, auch Tabletop Spiele in Kooperation mit dem Spiele Kontor in unseren Räumen an der Fuldabrücke anzubieten. Dazu soll auch ein Motto Spieletag etabliert werden, an dem einmal in der Woche Spiele zu einem bestimmten Thema im Vordergrund stehen. So können die Freunde von Klassikern, Partyspielen oder Themenspielen wie Munchkin voll auf ihre Kosten kommen.

Also schaut mal wieder vorbei, und sagt auch euren Freunden Bescheid!