Schwarzer Freitag

Spekulieren auf Aktien ohne eigenes Kapital
Aktuelle Bankenkrise leicht verständlich gemacht

Autor Friedemann Friese
Verlag: Kosmos seit: Frühjahr 2010
Alter: ab 10
Anzahl Spieler: 2 – 4
Preis: 28,-
Beschreibung:
In der quadratischen Schachtel mit dem markanten grimmigen Bull and Bear Cover befindet sich ein Spielplan, Sichtschirme für die Spieler, bunte kleine „Koffer“ Spielsteine in 6 Farben, Silber u. Goldbarren – Spielsteine (leider nur aus Holz) Markierungssteine für die verschiedenen Wertungsleisten und die versch. Aktien – Sorten, 5 beidseitig bedruckte Stufen-Karten, Subventionsurkunden in drei Stückelungen, Papiergeld in 6 Sorten und ein Stoffbeutel. Man bekommt also schon was für sein Geld. Die Spielregel ist als mehrfach ausklappbarer Faltplan angelegt und gibt dem Anfänger einige Rätsel auf, auch wenn der Autor durch sein karikiertes Konterfei an allen Stellen versucht, den Spielverlauf zu erklären. Das Grün auf Spielplan und Spielregel beruhigt aber den Spieler beim Lesen nicht.

Spielvorbereitung:
Die Vorbereitung ist schon etwas mühsam. Rund um den Spielplan werden die Geldsorten ausgelegt und der Markt mit je 4 Koffern pro Farbe angelegt, wozu später noch zwanzig willkürlich gezogene Koffer kommen. Auf dem Spielplan werden die Stufenkarten in geordneter Reihenfolge abgelegt. Zuoberst das Start – Kärtchen. Darunter werden 10 schwarze Koffer abgelegt, die je nach erreichter Stufe später ins Spiel kommen. Außerdem werden drei Felder mit je 10 Koffer – Symbolen mit entsprechenden Farbkoffern belegt. Auch hier kommen noch schwarze Koffer dazu. Die fünf Markierungssteine für die verschiedenen Aktiensorten – Farben werden auf dem Spielplan auf den Kurs „6“ gesetzt. Auch die Silberpreisleiste erhält einen Marker auf der 20 und einen auf der Silber-kaufanteil – Leiste (0). Je nach Anzahl der Mitspieler werden von jeder Kofferfarbe anfangs 0 – 3 Koffer aus dem Spiel genommen. Die restlichen (ohne den schwarzen Koffern) werden in den schwarzen Beutel zusammen mit einem größeren Dollar –Zeichen geworfen. Danach zieht ein Spieler 20 Steine aus dem Sack, die zum Marktplatz hinzu sortiert werden Jeder Spieler erhält einen Sichtschirm und versteckt dahinter die fünf Aktien, die er als Start für sich aus dem Beutel zieht.
Spielablauf:
Beginnend beim Startspieler kann der Spieler eine der folgenden Aktionen machen: 1. – er kauft Aktien bis zur Höchstmenge, die auf der Kurskarte angegben ist (Startkarte erlaubt nur eine Aktie/ Silberbarren/Verkauf) oder 2. – er verkauft Aktien (was am Anfang bei dem niedrigen Kurs aller Aktien keinen Sinn macht) oder 3. – er kauft Silberbarren (wofür er am Anfang kein Geld hat). Aber die Spielregel sieht kostenlose Subventionen für die angehenden Spekulanten vor. Das Einstreichen einer Subvention kann parallel zu einer der Aktionen durchgeführt werden. Man erhält pro Subvention 20 Geld und ein Kärtchen, für daß bei jeder Wertung 1 Geld Zins bezahlt werden muss. Diese Subventionen können nie wieder zurück gezahlt werden, so daß früh aufgenommene Subventionen bei vielen Wertungen doch teuer werden können..1.     Kauft ein Spieler eine Aktie, so zahlt er den Augenblickswert, auf dem der Marker auf dem Spielplan steht. Außerdem nimmt er vom Markt einen weiteren Koffer der gleichen Farbe und legt sie auf die Kauf – leiste. Sobald drei Aktienkoffer der gleichen Farbe auf die Leiste liegen, rutscht der Marker ein Feld weiter nach rechts. Sobald der letzte Aktienkoffer einer Farbe aus dem Markt genommen wurde, rutscht der Preismarker auf dem Spielplan ebenfalls ein Feld nach rechts. Sobald 5 Koffer auf der Kauf – Leiste liegen, findet eine Wertung statt. Der Spieler, der die Wertung ausgelöst hat, zieht zunächst die Dollar – Figur heraus, die die Erinnerung an den fälligen zu zahlenden Zins darstellt. So bald alle Spieler gezahlt haben, zieht er noch so viele Aktienkoffer aus dem schwarzen Sack, wie auf der oben liegenden Stufenkarte angegeben Entsprechend der neben den Stufenkarten abgebildeten Wertungsplan werden die Markierer auf dem Spielplan verschoben. Danach werden die gezogenen Koffer in den Markt gelegt. . Sollte dabei eine Kofferfarbe im Markt immer noch leer bleiben, wird der Marker um ein Feld nach oben versetzt. Die Koffer der Kaufleiste aber kommen in den schwarzen Sack zurück. Anzahl und Farbe dieser Koffer sollte der Spieler sich merken. Hat ein Markierer auf dem Spielplan eine Farbmarkierung , die die einzelnen Stufen darstellt, überschritten, so wird auch das entsprechende Kärtchen aufgedeckt. Für jede höhere Stufe, die irgendwann einmal im Spiel erreicht wurde, wird auch ein schwarzer Koffer mit in den Beutel geworfen. 2.     Verkauft ein Spieler eine oder mehrere Aktien (auch unterschiedlicher Farbe, so erhält er Geld im augenblicklichen Wert der Aktien. Danach wählt er eine Aktie von den Farben, die verkauft hatte aus und legt diese Aktie aus der ersten Verkaufsleiste in den Markt zurück. Gleichzeitig verschiebt er den Marker dieser Aktienfarbe um ein Feld nach links. Durch Überangebot werden also diese Aktien billiger. Liegt keine Aktie dieser Farbe mehr in der Verkaufsleiste, kann er eine andere nehmen. 3.    Der Spieler entscheidet sich, Silberbarren zu kaufen. Er bezahlt mit seinem Geld so viele Silberbarren, wie er sich leisten kann bis zur Höchstmenge, die auf der Stufenkarte angegeben ist. Dann legt er einen beliebigen Aktien – Koffer vom Markt auf die Silberleiste. Bei 5 Koffern löst er eine Wertung aus. Dann verschiebt er den Marker auf der Silberverkaufsleiste entsprechend nach rechts. Kommt es zu einer Wertung, so steigt der Silberpreis auf der senkrechten Preisleiste für je drei gekaufte Silberbarren um ein Feld. Die bei der Wertung anfallenden gezogenen schwarzen Aktienkoffer und die durch das Erreichen neu hinzukommenden schwarzen Aktienkoffer erhöhen ebenfalls den Silberpreis. So ist nach ca. 9 Runden der Wert 100 erreicht für Silber und das Spiel beendet. Alle noch in Besitz befindlichen Aktien werden nach dem aktuellen Kurs ebenfalls in Geld und dann in Silberbarren (5 Silber = 1 Goldbarren) gewechselt. Der Spieler mit den meisten Barren hat gewonnen.
Spielekritik:
Ein sehr gutes Wirtschaftsspiel mit komplexen, zunächst nicht ganz verständlichen indirekt und zeitverzögert wirkenden Mechanismen ausgestattet,.die aber so herausfordernd wirken, daß das Spiel zu Wiederholungen reizt. Nicht für jeden Spielertyp, aber für denjenigen, der sich gerne wirtschaftlichen Kalkulationsspielen stellt. Real am Tisch lässt sich das zufällige Nachziehen der Farben der Aktienkoffer nicht so gut kalkulieren. Auf Yucata.de, eine kostenlose Brettspielseite, wo das Spiel gegen andere Mitspieler Zug basiert gespielt werden kann, kann man die Zusammensetzung der Farben im „virtuellen Beutel“ nachschauen und daraus seine Schlüsse ziehen. Das Beachten, was bei einer Wertung geschieht, wie sich der letzte Stein einer Farbe oder schwarze Koffer auswirken oder der letzte Farbkoffer vom Markt genommen, auf die Preisliste auswirken, ist für den ungeübten Spieler eher Buchungsarbeit als lockeres Vergnügen. Aber wie das Zusammenwirken aller Mechanismen zu dem Auf- und Ab der Preise führt mit manchmal dramatischen Kurs – Zusammenbrüchen; das ist die Mühe wert und über die Spieldauer hin sehr spannend.
Für diejenigen, die Freude an Börsen- Spielen haben, noch eine Liste mit weiteren Spielen dieser Art:
– Das Börsenspiel (Ravensburg)
– Stock and Bonds (3M)
– Funkenschlag (2F)

 

Spiele – Rezension von Martin Ebel

Familienspieletag 2010

Einladung zum Spieletag

Wir laden alle herzlich ein, am Sonntag den 17. Oktober von 10-17.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Spiele zu testen oder sich erklären zu lassen (auch in Gebärdensprache möglich).

  •  Den ganzen Tag Spiele testen – für jeden ist etwas dabei!
  •  Spielevorführungen: Dixit (Spiel des Jahres 2010), Dominion (Spiel des Jahres 2009), Go, Schach, Rollenspiel, Poker, Doppelkopf, Werwölfe von Düsterwald
  •  Erklärbären und Kleinkindbetreuung
  •  Eintritt frei

Weitere Informationen bei Martin Ebel

Jugendkulturtage 2010

Jugendkulturtage – Wir sind dabei!

Vom 8.-10. Oktober finden in Kassel die Jugendkulturtage statt: rund 40 Workshops an drei Tagen für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre.

Wir sind am Freitag den 8.10. mit dabei!

Ab 15.00 Uhr kann man bei uns – An der Fuldabrücke 6 – Brett- und Kartenspiele kennenlernen.

Wir stellen z.B. das Spiel des Jahres „Dixit“ vor und erklären gerne noch weitere Spiele. Unsere engagierte Pokerrunde ist auch dabei und beweist, dass Pokern auch ohne Geld Spaß macht und spannend ist. Auch da wird selbstverständlich alles erklärt 🙂

Ab 19.30 Uhr kann dann auch noch bei „Die Werwölfe von Düsterwald“ fleißig gemordet werden. Wir suchen immer neue, „junge“ Opfer 😉

Der Verein trauert

Wir trauern um unser Mitglied Tobias „Tobi“.

„Tobi“ war seit zwei Jahren Mitglied in unserem Verein „Kassel spielt“ und war seitdem (fast) immer da. Zu Beginn auch an Tagen, an denen wir gar nicht geöffnet hatten 🙂

Er spielte besonders gerne Dominion, Wizard und Super Munchkin. Aber auch alle anderen Spiele mochte er gerne. Ihm machte es nie etwas aus zu verlieren. Es ging ihm immer um den Spaß und die Gesellschaft. Er wollte einfach dabeisein. Gerne schenkte er auch seinen Mitspielern Punkte, wenn er andere damit glücklich machen konnte.
Auch wenn es darum ging, irgendwo mit anzupacken, zu helfen, war er immer dabei.

Wir sind tief erschüttert über seinen Tod und werden ihn sehr vermissen – wir haben ihn bereits seit Juni vermisst 🙁
Aber wir hofften so sehr, dass es einen anderen Grund für sein Fortbleiben gibt.

Seine großzügige und hilfsbereite Art werden wir nie vergessen und wird immer ein Vorbild für uns sein.
Er gehörte zu unserem Verein und war ein wichtiger und fester Bestandteil unserer Gemeinschaft.
Sein Tod reißt eine große Lücke und wir sind alle tief geschockt.

Tobi – wir werden Dich nicht vergessen.
Halte uns einen Platz an Deinem Tisch frei – wir spielen mit Dir Dominion, wenn wir bei Dir sind.

Spielevorstellung des Monats August

Einschätz-Spiele

Kassel spielt e.V. und Anja Mann bringen Spiele mit, bei denen es darum geht, sich oder andere Einzuschätzen.
Jeder ist herzlich eingeladen zum Mitspielen!

Vielleicht kennt der ein oder andere schon Therapy oder – ganz neu – Gift Trap? Nicht immer geht es darum, Fragen zu beantworten, wie aufbrausend oder lustig man ist. Es gibt viele Varianten und noch mehr Spiele zum Thema: schöne, lustige, spannende Spiele. Unter anderem sollen Life Style (Sonderpreis schönes Spiel), Privacy (geheimes Abstimmen ermöglicht das Beantworten von spannenden Fragen) und Gift Trap (das richtige Geschenk finden ist eine Kunst!) vorgestellt werden.

Der Verein nutzt dabei die Spiele-Spende unseres Mitglieds Michael M. und denkt in diesem Zusammenhang an ihn und bedankt sich.

Die Spiele werden erklärt und vorgestellt. Jeder kann mitmachen oder auch nur zugucken.

Wann? am Sonnag, 29.8. von 15:00 – 18:00

Wo? An der Fuldabrücke 6 (Altmarkt Richtung Fulda auf der rechten Seite)

Kontakt: Anja Mann

Aton

Aton

Spieleranzahl: 2
Dauer: 30 Min.
Kurzbeschreibung: Taktik+Glück
Aton-Spiel
Spielekritik:
Bei Aton schlüpfen die Spieler in die Rolle zweier ägyptischer Hohepriester, die versuchen in den 4 Tempeln des Spielfeldes möglichst punkteträchtig Einfluss zu gewinnen.
Spielmaterial: Ein schön gestalteter Spielplan, 36 Spielkarten pro Spieler in den Werten 1-4, 29 Spielsteine je Spieler, 2 Tauschsteine  und 2 Zählsteine.
Siegbedingung: Es gewinnt wer als Erster 40 Siegpunkte erreicht, alle Felder eines Tempel besetzt, oder alle grünen bzw. gelben Felder in den 4 Tempeln besetzt.
Spielablauf: Jeder Spieler zieht von seinem verdeckten Stapel 4 Karten und ordnet sie nach eigenem Ermessen verdeckt den 4 Legeplätzen (Kartuschen) zu. Dann wird aufgedeckt.

  • Bei Kartusche 1 wird die Differenz der Kartenwerte festgestellt. Der Spieler mit der höchsten Karte erhält entsprechende Punkte auf der Zählleiste.
  • Bei Kartusche 2 zählt die Kartenzahl minus 2.Ist Wert negativ, muss man einen eigenen Tempel entfernen, bei positivem Wert entfernt man beim Gegner. Die Spielsteine werden ins Totenreich, das aus 8 Feldern besteht, gelegt.
  • Bei Kartusche 3 ausgelegte Karten kennzeichnen die Tempel in denen die Spieler tätig werden dürfen. Beim Kartenwert 3 sind das die Tempel 1-3.
  • Bei Kartusche 4 ausgelegte Karten zeigen an wie viele Spielsteine auf die freien Plätze in den Tempeln verteilt werden dürfen.

Ist Kartusche 4 abgehandelt werden die Karten offen abgelegt und 4 neue Karten vom Stapel gezogen. Einmal im Spiel kann man den Tauschstein abgeben und neue Karten nachziehen. Dieser Ablauf wird so lange gespielt, bis das Totenreich komplett belegt ist. Es kommt zu einer Wertung.

  • Tempel 1: Wer die meisten Spielsteine hat bekommt die Differenz zum Mitspieler als Siegpunkte
  • Tempel 2: Der Spieler mit den meisten Steinen bekommt 5 Punkte.
  • Tempel 3: Der Spieler mit den meisten Steinen bekommt die Anzahl seiner Steine als Siegpunkte
  • Tempel 4: Der Der Spieler mit den meisten Steinen bekommt für jedes blaue Feld, von welchen es in jedem Tempel eines gibt, 3 Punkte.

8 Siegpunkte gibt dann noch für die Mehrheit an schwarzen Feldern.

In jedem Tempel gibt es noch Bonuspunktefelder mit den Werten 1 bzw. 2 für die es auch noch Punkte gibt. Ist das geschehen und die 40 Siegpunkte noch nicht erreicht, wird das Totenreich geräumt, jeder Spieler muss pro Tempel einen Stein zurücknehmen, dann fangen die beiden Spieler wieder mit Karten auslegen an.

 

Zusammenfassende Bewertung:

Das Ziehen der Karten ist Zufall, der Rest mehr oder weniger Planung. Die kurze Spieldauer, die stimmungsvolle Ausstattung und der günstige Preis von ca 10€ sind eine Empfehlung wert.

Aton-Spiel
Spielekritik von:  Axel

Gemeinnützigkeit

Was ewig währt …

… wird endlich gut:

unsere Gemeinnützigkeit ist durch!

Nachdem wir unsere Satzung seit 2008 mehrfach umformuliert hatten (es ging immer „nur“ um die richtige Formulierung, denn an unserem sozialen Engagement mangelte es von Vereinsbeginn an nicht), brachte letztendlich eine persönliche Vorstellung und eine Erläuterung beim Finanzamt sowie die darauffolgende weitere Umformulierung den Erfolg:

Wir haben den vorläufigen Bescheid der Gemeinnützigkeit!

Das werden wir am kommenden Freitagabend mit etwas Kuchen und alkoholfreien Getränken feiern. Also an alle: einfach vorbeikommen und mitfeiern.

Und für unsere Tätigkeit heißt das einfach in Zukunft, dass wir in einem Tätigkeitsbericht darlegen, was wir alles machen, wo und wie wir unsere Vereinsziele umsetzen. Zum Beispiel letzten Samstag die Teilnahme an den Kulturtagen Lohfelden. Das entspricht genau unserem Satzungszweck, u.a. die Förderung von Kultur, Altenhilfe und der Jugend.
(Hinweis: nein, die Vereinsziele und der Flyer auf dieser Homepage sind noch nicht auf dem aktuellsten Stand, die Homepage-AG arbeitet dran …)

Also: bis dann 🙂

Eure Anja