Sankt Petersburg

Verlag:
Hans im Glück
Autor:
Michael Tummelhofer
Spieler:
2 bis 4
Spielzeit:
45 bis 70 Minuten

Kurzbeschreibung: Taktik; Strategie

Spielekritik:
Bei diesem Spiel versuchen die Spieler St. Petersburg zur Blüte zu bringen.
Das Spiel läuft über 7-10 Runden zu 4 Phasen. Wer die meisten Siegpunke hat gewinnt.
Der Spielplan besteht aus einer umlaufenden Zählleiste , einem Ablagefeld für Karten, die vier Kartenstapel der 4 Phasen, eine obere und eine untere Kartenreihe sowie Adligenleiste für die Schlusswertung.
Zu Beginn des Spiel bekommen die Spieler je 25 Rubel und es werden mittels Karten die Startspieler für die Phasen festgelegt.
Grundsätzlicher Ablauf einer Runde.
Auf beiden Kartenreihen zusammen liegen pro Phase,außer zu Beginn des Spiels,nie mehr als insgesamt 8 Karten.
Der Phasenstartspieler hat nun folgende Möglichkeiten:
Eine Karte zu kaufen, der Preis wird oben links auf der Karte angezeigt.
Kauft man eine Karte des gleichen Typs, z.B Holzfäller, verringert sich der Preis pro Karte die man davon liegen hat um 1Rubel.Eine Karte kostet aber immer mindestens 1Rubel.
Eine Karte kostenlos auf die Hand nehmen, maximal 3
Eine Karte aus der Hand vor sich ablegen und den Preis oben links auf der Karte zu bezahlen.
zu passen.

Dann kommt der nächste Spieler dran.
Das geht so lange,bis alle reihum gepasst haben. Dann wird,außer bei Phase 4, gewertet.
Für jede Karte der entsprechenden Phase die man vor sich ausliegen hat, bekommt man Geld,Siegpunkte oder Beides.

Die Phasen:
1. Handwerkerphase
2. Gebäudephase
3. Adeligenphase
4. Austauschphase

1. In der Handwerkerphase bekommt man pro Karte die man kauft immer Geld
2. In der Gebäudephase bekommt man pro Karte die man kauft,bis auf einige Spezialkarten, immer Siegpunkte.
3. In der Adeligenphase bekommt man Geld oder Siegpunkte+Geld.
4. In der Austauschphase bekommt man gar nichts,man hat aber die Möglichkeit, karten der vorherigen Phasen zu verbessern.
Ein Beispiel: Einen ausliegenden Schiffbauer, der normalerweise 7 Rubel kostet und 3Rubel einbringt, kann man durch die Austauschkarte Werft ersetzen, was dazu führt, dass man in der Handwerkerphase bei der Wertung 6 Rubel und 1 Siegpunkt bekommt.
Der Preis dafür errechnet sich aus dem Differenzwert beider Kosten, mindestens aber 1 Rubel.
Also, der Preis für die Werft ist 12, der Schiffbauer kostet 7 Rubel macht 5 Rubel für den Austausch.
Nach der Austauschphase wandern die übrig gebliebenen Karten vom der oberen zur unteren Kartenreihe, wodurch sich der Preis pro Karte um einen Rubel verbilligt. In der anschließenden Handwerkerphase wird die obere Reihe wieder aufgefüllt, sodass in beiden Reihen zusammen genommen 8 Karten ausliegen.

Spielende:
Wird in einer Phase die letzte Karte aufgedeckt, wird die Runde noch zu Ende gespielt, dann erfolgt die Schlusswertung:
1. Pro unterschiedlichen Adeligen gibt es Punkte nach der Adligenleiste auf dem Spielplan,maximal 55 Punkte.
2.Für je 10 Rubel gibt es 1 Siegpunkt.
3.Für jede Karte auf der Hand gibt es 5 Punkte Abzug.
Alle anderen ausgelegten Karten zählen nichts.
 
Zusammenfassende Bewertung:
Durch den ständigen Mangel an Geld auf der einen, und den vielen attraktiven Karten auf der anderen Seite entsteht ein Entscheidungsdruck der einen wonnige Schauer über den Rücken jagt und das Spiel so Klasse macht.
Durch den eingängigen Spielablauf ist man relativ schnell im Spiel drin, die Spieldauer ist genau richtig und in der Zeit bis alle Feinheiten erspielt worden sind, wird St.Petersburg immer wieder auf den Tisch kommen. Ein Muss für jede Spielesammlung!

Spielekritik von: Axel