Spielevorstellung des Monats November

Das Spiel des Jahres „Dominion“ spielen

Am Sonntag den 29. November kann von 15 bis 18 Uhr bei uns das Spiel des Jahres 2009 kennengelernt und ausprobiert werden.

Wir erklären das Spiel in Ruhe.

Jeder kann vorbeikommen und das Spiel ausprobieren. Es sind insgesamt vier Spiele zum Ausprobieren vorhanden, das heißt 16 Leute können das Spiel spielen.

Wer das Spiel schon kennt, ist selbstverständlich auch willkommen, das Spiel mit uns zu spielen!

Außerdem kann voraussichtlich auch eine Erweiterung getestet werden. Wer noch ein eigenes Spiel mitbringen kann, der meldet sich bitte bei mir (87 00 923), da wir leider (noch) keine vereinseigenen Erweiterungen (Intrige, Seaside) haben.

Wann? Sonntag, 29.11., 15 bis ca. 18 Uhr

Wo? Kassel spielt (An der Fuldabrücke 6, Altmarkt Richtung Fulda auf der rechten Seite)

Bohnanza

Verlag:
Amigo, Lookout Games
Autor:
Uwe Rosenberg
Spieler:
3 bis 5 Grundspiel
Spielzeit:
45 Minute
 
Kurzbeschreibung: Handel+Taktik
Hinweis: es gibt eine Erweiterung für bis zu sieben Personen, dadurch dauert das Spiel deutlich länger und auch das Warten bis man wieder dran ist wird ziemlich anstrengend.

Spielekritik:
Du schreibst Bohnanza noch ohne h? Dann solltest Du mal das Kartenspiel ausprobieren!!!
Bohnanza? Ist da nicht ein h zuviel? Aber nein! Es geht ja schließlich darum, Bohnen anzubauen. Das tut man, indem man Karten gleicher Bohnensorte vor sich ablegt (es gibt acht verschiedene Bohnensorten, von der wertvollen Gartenbohne (nur sechsmal im Spiel) bis zur gern verschenkten Blauen Bohne (zwanzig gibt’s davon im Spiel). Hat man genug Bohnen einer Sorte angebaut, kann man sie gegen „Bohnentaler“ eintauschen („verkaufen“). Wer am Spielende am meisten Taler hat, der hat gewonnen.
Soweit, so gut.
Leider hat man aber nur zwei Bohnenfelder zur Verfügung. Und selbstverständlich darf man nur sortenreine Felder beackern! Außerdem muss die Reihenfolge der Handkarten streng eingehalten werden. Nur die vorderste Karte auf der Hand ist zum Anbau freigegeben! Und diese muss man anbauen, wenn man an der Reihe ist! Da kann es schon häufiger passieren, dass man ein Sojabohnen-Feld zum Dumpingpreis verkaufen muss, nur um die blöde blaue Bohne auf dem Acker anbauen zu können, die man sie dummerweise als vorderste Karte auf der Hand hat und unverständlicherweise (?) nicht an die Mitspieler losgeworden ist.
Aber wie wird man nun unliebsame Bohnen los, die einem die fetten Ernterträge zerstören?
Da hilft nur vorauschauendes Planen: Nachdem ein Spieler die vorderste Bohne (und wenn man mag auch die Bohne danach) angebaut hat, werden zwei Bohnen vom Stapel zum Handeln und Tauschen aufgedeckt. Nun kann jeder Mitspieler Bohnen aus seiner Hand bieten, egal, wo diese in der Reihenfolge stecken. Die Tauschverhandlungen bringen viel Action und Spaß in das Bohnen-Anpflanzen:
„Tauschst Du eine Sau- gegen eine Brechbohne?“
„Will jemand eine Augenbohne?“
„Und wenn ich Dir zwei Feuerbohnen gebe?“
„Bitte … warum will denn keiner meine Blaue Bohne geschenkt???“
Ach ja … verschenken darf man unliebsame Bohnen natürlich auch … aber vorsicht! Keiner muss Geschenke annehmen! Denn bevor Du Dich über Gratis-Bohnen Deiner Mitspieler freust: Du musst alle ertauschten (oder eben geschenkte) Bohnen sofort anbauen!!!
Zusammenfassende Bewertung:
Ein sehr gutes Kartenspiel, das mit wenigen Spielregeln auskommt, die dann den Spielreiz ausmachen.

Einfach genial

Verlag:     Kosmos
Autor:       Knizia, Reiner
Spieler:     2-4
Spielzeit:  ca. 60 Minuten

Kurzbeschreibung: Glück+Taktik
Hinweis: auch für Farbenblinde geeignet dank verschiedener Symbole
Spielekritik: Einfach genial …
… nee so heißt das Spiel wirklich!

Jeder hat eine Wertungstafel mit verschiedenen Reihen für alle im Spiel vorkommenenden Farben (sechs verschiedene) und die jeweils passende Wertungssteine in jeder Farbe auf dem Startfeld (= 0 Punkte)

Jeder hat außerdem sechs Plättchen auf einem Bord vor sich, das wir noch von Scrabble kennen.
Auf jedem Plättchen sind zwei sechseckige Felder abgebildet, jedes hat eine Farbe (gelb, orange, rot, blau, grün, violett), so dass man z.B. ein Plättchen Blau-Rot oder Gelb-Rot oder Grün-Grün haben kann.

Wenn man dran ist, legt man ein Plättchen – mit zwei Sechsecken drauf – auf dem Spielplan ab und bekommt Punkte, wenn die Farbe an bereits liegende Felder gleicher Farbe grenzt. Da ja die Felder sechseckig sind, hat man da in verschiedene Richtungen eine Chance.
So bekommt man z.B. für ein angelegtes Plättchen mit einem Sechseck in Grün, das an drei vorhandene grüne Felder angrenzt 3 Punkte in Grün.
Also setzt man seinen Wertungsstein für Grün drei Felder vor.
Ganz schlau ist es natürlich, wenn z.B. das zweite Sechseck des Plättchens nicht nur Rot war, sondern auch an rote Felder grenzte, so dass man dann auch gleichzeitig Rote Punkte bekommt.
Auch wenn man eine Reihe von (z.B.) drei blauen Feldern durch Anlegen fortsetzt, bekommt man Punkte, in dem Fall 3!
Klar also, dass man gerne an laaange Reihen anlegt.
Wenn da nur nicht die Mitspieler schneller sind oder irgendne andere blöde Farbe in den Weg legen …

Und wozu das ganze?? Wer als erstes mit den Wertungssteinen im Ziel ist??? Nee …
Kommt man mit einem Wertungsstein ans Ende der Wertungsskala (=Feld 18) hat man nicht gewonnen sondern ruft „Einfach genial!“ und darf noch ein zweites Plättchen legen (und damit schon wieder Punkte abkassieren …) Genial 😉

Sowas geht auch in Folge mit mehreren Farben, d.h. man darf dann drei oder vier Plättchen legen, wenn man immer pro Zug mit einer Wertungsstein-Farbe auf Feld 18 kommt …
wem das wohl häufiger gelungen ist ??? 😀
UND WER HAT NUN GEWONNEN???

Ja, das Spiel ist zu Ende, wenn keine Felder mehr auf dem Spielplan frei sind (warum nur legen manche ihre Plättchen so, das Lücken entstehen von einem Sechseck wo keiner mehr seine Doppelsechseck-Plättchen reinlegen kann ?)
UND WER HAT GEWONNEN???
Jaahaaa!
Von jedem wird nun der Wertungsstein in der Farbe gewertet, der auf der Skala AM WEITESTEN HINTEN steht. Also bringt’s nix Rot und Blau und Gelb auf 17 und 18 zu haben, wenn Grün noch bei 3 steht! Macht 3 Siegpunkte!!!
Besser: alle Farben auf 8. Macht 8 Siegpunkte!!!

Alles klar???

Zusammenfassende Bewertung:
Einfach genial!
🙂

Spielekritik von: Anja

Brettspielmeisterschaft RegVor 2010

Die vier Spiele zum Vorentscheid zur Deutschen Brettspielmeisterschaft 2010 stehen fest

Es sind: Agricola (Lookout Games), Stone Age (Hans im Glück), Dominion (Hans im Glück) und Heck Meck (Zoch).

Normalerweise werden nicht zwei Spiele eines Verlages genommen, aber der Vorsprung bei der Abstimmung war soooooooo groß, dass es nicht in Ordnung gewesen wäre, den Zweitplatzierten zu nehmen. Gratulation an HiG zu den schönen Spielen!!! Cool

Bis zum Vorentscheid in Kassel am 28. Februar 2010 (ein Sonntag) ist es ja noch etwas hin, aber ab sofort kann geübt werden!

Dixit

Ein Spiel um poetische Bildsymbolik
und kreative Begriffsgestaltung

Verlag:    Asmodee    seit: Frühjahr 2009
Für Alter: ab 10
Anzahl Spieler: 3 – 6
Preis: 28,- €
Beschreibung:
Das Spiel besteht hauptsächlich aus 88 Karten mit phantasievollen, träumerischen Bildwelten.
Die große Schachtel, die eher ein großes Brettspiel erwarten lässt, enthält sehr viel Luft, 88 Karten, 6 Häschen als Punkteanzeiger und für jeden Spieler Plättchen mit den Zahlen 1 – 6, mit denen im Spielverlauf Entscheidungen markiert werden. Die Einlage im Karton erhält ihre Daseinsberechtigung dadurch, daß auf Ihr die Siegpunktscala abgedruckt ist. Die Regeln sind einfach und leicht verständlich im Regelheft dargestellt.
Spielekritik:
Daß das Spiel schon den Preis As´de Or beim Spielefest in Cannes errang und in die Bestenliste der Jury „Spiel des Jahres“2009 aufgenommen wurde, zeigt, daß in dem Spiel mehr steckt als nur ein schlichtes Kartenspiel.
Zunächst sind die Bildmotive auf den Karten hervorzuheben, die in einheitlichem, sehr verträumten Malstil vieldeutige Situationen beschwören. Eine Nähe zu Tarot – Karten ist zu ahnen.
Der Spielablauf ist schnell erklärt. Jeder Spieler erhält 5 Karten vom gemischten Stapel auf die Hand und zieht am Ende einer Runde wieder ein Karte nach. Jeder Spieler erhält eine Spielfigur, die er auf den Ausgangspunkt der Wertungsleiste setzt. Reihum übernimmt ein Spieler in der Runde die Rolle des „Wissenden“. Er wählt eine Karte aus der Hand aus und denkt sich dazu ein Wort, einen Spruch, eine Redewendung, ein Geräusch oder ein Lied aus. Dieses trägt er vor und legt seine Karte verdeckt auf den Tisch. Wichtig ist bei der Assoziation zu seinem Bild, daß es nicht eindeutig ist, denn er würde keine Punkte bekommen, wenn alle sein Bild erraten könnten.
Danach wählen die Mitspieler ebenfalls geheim eine ihrer Karten, von denen sie glauben, daß sie der Aussage des Wissenden am nächsten kommt, denn auch sie erhalten Siegpunkte, wenn sich jemand für ihre Bildkarte entschieden hat. Liegen alle gewählten Karten verdeckt auf dem Tisch, werden sie gemischt und vom „wissenden“ Spieler in einer Reihe ausgelegt. Damit hat jede Karte von rechts nach links ihren Zahlenplatz 1 – 6 (bei 6 Spielern). Nachdem sich die Spieler die Auslage angeschaut haben, entscheiden sie sich geheim für das Bild, von dem sie glauben, daß es das Spiel des „Wissenden“ ist. Sie legen das entsprechende Zahlenplättchen verdeckt ab. Nachdem alle Zahlenplättchen verdeckt auf dem Tisch liegen, dreht der „Wissende“ sie um und legt sie unter die Bildkarten.
Es erhöht die Spannung, wenn die Spieler erstmal begründen, weshalb sie sich für dieses oder gegen jenes Bild entschieden haben.
Danach gibt der Wissende die Lösung an.
Punktewertung. Der Wissende erhält für jeden Spieler, der sich für sein Bild entschieden hat 3 Punkte. Auch die Spieler, die sich richtig entschieden haben, erhalten jeweils drei Punkte.  Haben sich jedoch alle Spieler für das richtige Bild entschieden, erhält der „Wissende“ keine Punkte, aber jeder Mitspieler 2 Punkte. Außerdem erhält jeder Spieler, unter dessen Bild ein anderer Spieler irrtümlich sein Zahlenplättchen gelegt hat, ebenfalls einen Punkt pro gelegtem Plättchen.
Dieses Dilemma, möglichst viele Spieler unter seinem Bild zu versammeln, aber nicht alle, führt zu amüsanten Wort- und Spruch- Kreationen, die die Assoziationsfähigkeit der Mitspieler auf eine harte Probe stellt.
Auch ein starkes Zufallselement spielt eine Rolle, denn trotz guter Beschreibung kann es immer wieder passieren, daß ein anderer Spieler eine noch passendere Karte ausspielen konnte, so daß der Wissende leer ausgeht.
Fazit:
Ein sehr schönes kommunikatives Gruppenspiel, daß auch mit noch mehr Spielern spielbar ist, wenn nicht die Beschränkung des Spielmaterials wäre.
Für diejenigen, die Freude an kommunikativen Spielen haben, noch eine Liste mit weiteren Spielen dieser Art:
„Flash“ (Ravensburg), „Wie ich die Welt sehe“, „ein solches Ding“, „anno domini“ (Fata Morgana), „Kaleidos“ (EG-Spiele); „sags mit Symbolen“ (Amigo); „Tabu“ (Parker)

 

Martin Ebel, Rezension  vom  10.09.2009

Zurück von der Deutschen Meisterschaft

Kassel ganz weit vorne bei der Brettspiel-Meisterschaft 2009

Unsere Mannschaft „Yes we can“ ist glücklich aber erschöpft am Samstagabend von den Brettspiel-Meisterschaften 2009 zurückgekommen.

Erklärtes Ziel unserer Mannschaft war ein mittlerer Platz.
Na das ging leider schief: wir gratulieren zum 7. Platz!

Der 7. Platz von insgesamt 36 Mannschaften!!!

SUPER!!!

Dabei sah es im Vorfeld gar nicht gut für die Teilnahme aus: Jörg und Matthias U. konnten leider am Himmelsfahrts-Wochenende kurzfristig doch nicht und Frank Pl. wollte nicht nach Herne fahren. So suchten Caro+Daniel nach willigem und kompetentem Ersatz.
Vier neue Spiele innerhalb von 14 Tagen lernen … dieser Herausforderung stellten sich Artur und Matthias S.

Und es hat gut geklappt … schade, dass es Pokale nur bis Platz 6 gab. Aber wir haben ja noch sehr viel mehr Chancen demnächst 😉

Auf zum nächsten Turnier …